«Im Blütengarten – sozusagen grundlos vergnügt»

bild 19Pronunciations of Languages have a strong impact on musical scales as well as musical characters. Clearly pronounced words link directly to the heart of people who understand the meaning.

In our program: «Im Blütengarten» «在花园» we present a concert that speaks in different languages in two ways: The words of the songs are in English, Italien, Chinese, German and Swiss-German, and the music patterns are based in different traditions and times. Works by: C. Monteverdi, Barbara Strozzi, Henry Purcell, György Ligeti, W.A. Mozart, Giulio Caccini, Yang Jing and Swiss Folk Songs. Played by Viviane Hasler, Voice; Jan-Filip Tupa, Cello; Yang Jing, Pipa & Guzheng

2018 Festival theme: Sozusagen grundlos vergnügt 無需理由的喜悅 music for Soprano, Pipa and Cello will be premiered. (Printed detailed program list will be provided in the evening.)

Jan-Filip ŤUPA

Cello

Jan-Filip Ťupa liebt zeitgenössische Musik und mehr noch das Cellospiel.

Bei aller naturwissenschaftlicher Vernarrtheit und seiner Faszination für Explosivstoffe ist er Cellist und nicht Chemiker geworden. Entscheidende Prägung erhielt er einerseits während seines Violoncellostudiums bei Raphael Wallfisch an der Guildhall School of Music & Drama in London, andererseits als Stipendiat der Kunststiftung NRW in der Lucerne Festival Academy und der Ensemble-Modern-Akademie 2006/07. Seither tüftelt und forscht er mit Vorliebe an mikrotonalen Phänomenen oder kruden Temporelationen. Zu heftigen Reaktionen kommt es dabei immer noch: auf dem Podium dank seines leidenschaftlichen, allen Kalkulationen widerstrebenden Herzens. Sein liebstes Repertoire sind dabei die Solokonzerte der zweiten 20. Jahrhunderthälfte, allen voran jenes von Bernd Alois Zimmermann, dessen Einspielung mit dem RSO Stuttgart unter Bernhard Kontarsky 2017 veröffentlicht wurde. Jan-Filip Ťupa ist der Cellist von Praesenz und ensemble proton bern, als Gast spielt er gerne und regelmässig mit Ensemble Modern oder dem spanischen Kollektiv Smash. Der freie Jazz hat seine Leidenschaft geweckt, und als Kurator verwirklicht er seine Vision des Querhörens über Stil, Notations- und Genregrenzen hinweg.

www.janfiliptupa.com

 

Viviane HASLER

Gesang

Viviane Hasler wuchs in Nussbaumen bei Baden auf und wohnt in Luzern. Sie studierte Gesang an der Klassikabteilung der Musikhochschule Luzern bei Prof. Liliane Zürcher. Meisterkurse bei Gerd Türk und Margreet Honig sowie Unterricht in Sprechtechnik und szenischer Arbeit ergänzten ihre Ausbildung.

Neben dem Studium konnte sie bereits Erfahrungen als Konzertsängerin sammeln, z.B. als Solistin mit dem Mozartensemble Luzern, dem Vokalensemble Bacchanto und diversen ad-hoc-Formationen sowie in Engagements in szenischen Bereich (u.a. Badener Freilichttheater und Verenaspiel Bad Zurzach). Ihr besonderes Interesse galt seit je der Entwicklung und Umsetzung eigener Projekte, bei welchen sie sowohl in der Konzeption und Programmation / Regie als auch als Darstellerin auf der Bühne mitwirkte. Während dem Masterstudium begann sich Viviane Hasler vermehrt auch für Jazz- und Popgesang zu interessieren und bildete sich in dieser Richtung weiter.

Ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt im Bereich der zeitgenössischen klassischen Musik. So war sie bereits zweimal beim Lucerne Festival zu Gast: Beim Portraitkonzert über die israelische Komponistin Chaya Czernowin (2013, KKL) und mit Stücken für Flöte und Stimme von Kate Soper und Günter Bialas (2015, Loungekonzert Bourbaki). Im Frühjahr 2014 wirkte sie mit an der Uraufführung von «Fels im Sand der Zeit» des Schweizer Komponisten Samuel Langmeier. Viviane Hasler war Teilnehmerin der Impuls Akademie für Neue Musik in Graz (Februar 2015 und 2017). Sie ist Mitgründerin des Ensembles Lunaire, welches schwerpunktmässig Neue Musik in die Programmauswahl einbezieht.

Weiter ist Viviane Hasler Mitglied des Dornbusch Quintetts und arbeitet an einem Lied-Duoprogramm mit der Pianistin Maren Gamper. Sie bildet sich zur Zeit bei der niederländischen Sopranistin Renate Arends weiter.

 

YANG Jing

Komposition, Pipa, Guqin und Guzheng

Die chinesisch-schweizerische Solistin und Komponistin ist eine herausragende Musikerin, die ihren Weg selbstbewusst geht und dabei Grenzen verschiebt. Zwölf Jahre lang war Yang Jing Pipa-Solistin am Chinesischen Nationalorchester für traditionelle Musik. Technisch kann ihr kaum jemand das Wasser reichen. Aber Yang Jing begnügte sich nicht mit diesem Ruhm. Nachdem sie Kompositionen geschrieben hatte, die in China preisgekrönt wurden und wovon eine im Jahr 2004 ins Repertoire des nationalen Pipa-Wettbewerbes aufgenommen wurde, zog es sie bereits weiter. Zuerst nach Japan, wo sie bei Minoru Miki Komposition studierte.

1998 brachte Yang Jing ihre Solo-Karriere erstmals auf die Musikbühnen der Welt: Im Barbican Centre in London. Auf Konzerttourneen durch Europa, die USA und Asien trat sie in der Carnegie Hall in New York, dem Barbican Centre in London, der Suntory Hall in Tokyo, der Jerusalem Concert Hall in Israel und im Goldenen Saal in Wien auf.

Seit Yang Jing im Jahr 2003 ihren Lebensmittelpunkt in die Schweiz verlegt hat, befreit sie sich zunehmend von den teilweise starren Konventionen der traditionellen chinesischen Musik und verbindet ihre musikalischen Wurzeln zunehmend mit neuen europäischen Einflüssen. Daraus sind beeindruckende Kooperationen mit bekannten Musikern entstanden. So z.B. mit dem legendären amerikanischen Jazz-Schlagzeuger Max Roach, dem Schweizer Jazzdrummer der ersten Stunde und weltweit geachteten Pionier des Soloschlagzeugs Pierre Favre oder dem mit diversen Preisen ausgestattete in Luzern tätige Organist Wolfgang Sieber.

www.yangjingmusic.com

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