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Uli Sigg – Forschungsprojekt China

Systematisch wie niemand sonst auf der Welt sammelt und erforscht Uli Sigg seit über dreissig Jahren chinesische Gegenwartskunst. Befragt von Juri Steiner erklärt der Luzerner Unternehmer und Diplomat seine Strategie zwischen Kritik und Politik, Konsum und Kapital, Identität und Globalisierung.

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Vorwort zum Festival 'Tage für Musik der Welt'

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Musik, eine Kunst, die durch ausgewählte Klangquellen gebildet wird, ist auch eine Sprache.
Sie hat keine Worte, ist aber voll von Spracheigenheiten, oft in Lyrik oder Prosa. Hier werden die gesprochenen Sprachen durch Klänge ausgedrückt. Durch das aufmerksame Zuhören können wir Verbindungen herstellen.

Unsere Ohren ermöglichen uns einen Weg, die Welt zu verstehen: Von der eigenen sehr individuellen Körperäusserung bis zur ganzen Umwelt. Diese Hörfähigkeit ist effizient, organisch und sehr komplex. In der Regel schenken wir dieser besonderen Fähigkeit erst dann Aufmerksamkeit, wenn sie uns eines Tages zum Problem wird. Normalerweise stören wir uns nicht an den vielen existierenden Sprachen, bis wir eines Tages jemanden, der vor uns steht, nicht verstehen.

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Das Fremde kommunizieren
Monday, 01 May 2017 18:54

Tage für Musik der Welt

Tales of Pipa - Legenden der Pipa

Die Pipa - ein traditionsreiches chinesisches Instrument - kaum bekannt bei uns, ist für Jing Yang das Medium, mit dem sie es schafft, uns abzuholen, unsere Ohren und Herzen zu öffnen und unser Interesse zu wecken.

Ihre Musik wird zur verbindenden Kraft für Menschen unterschiedlichster Kulturen.

Mit wundervollen, ruhigen Bildern von chinesischen Flussufern, wenigen Worten von Philosophen und ihren eigenen Lebenserfahrungen nähert sie sich mit ihrer Musik subtil unserem innersten Wesen, unserem Gefühl, unserer Seele. Wir spüren beim Zuhören, dass die bedeutungsvollsten Ereignisse im menschlichen Leben sich sehr ähnlich sind - egal wie weit die Distanz zwischen der unterschiedlichen geografischen Herkunft ist.

So blieb bei mir, als die letzten Akkorde verklungen, die letzte Jadeperlen verstummt waren, ein Glücksgefühl zurück, ein Staunen auch, dass mich diese Musik so mühelos erreichen konnte.

Der offene Blick von Jing Yang, ihre frohe Ausstrahlung, ihre Begeisterung für Musik und ihre spontane und bescheidene Art tragen viel dazu bei, dass es allen Konzertbesuchern sofort wohl war.

Identity  –  Konzert des Young String Quartet

Ein junges, erfolgreiches und avantgardistisches Streichtrio lässt sich darauf ein, die Pipakünstlerin Jang Yang in ihr Quartett aufzunehmen. Sie ist es dann auch, die die Werke komponiert, bzw. 2 davon arrangiert hat. Was dabei entstanden ist, begeistert uns Konzertbesucher. Neue Klangwelten öffnen sich. Im Wechselspiel bekommt immer wieder ein anderer Mitspieler den Hauptpart und die andern unterstützen ihn so, dass der Solist voll zu Geltung kommen kann. Dabei freuen sich alle an den vielfältigen Möglichkeiten der Pipa. Dem Quartett ist leicht anzusehen, dass es sich mit Begeisterung darauf einlässt, die technisch anspruchsvollen Werke mit höchster Präzision und musikalischer Perfektion zu gestalten. Was der Zuhörer dabei erleben kann, ist schlicht einmalig. Es treffen Künstler aus unterschiedlichen musikalischen Stilrichtungen zusammen, versuchen die musikalischen Möglichkeiten gegenseitig zu verstehen und finden miteinander eine gemeinsame Sprache. Ihr Konzert wird zu einem Gesamtkunstwerk, das mit einigen überraschenden Einfällen gespickt ist. So schaffen sie miteinander echte Kommunikation. Die von uns Konzertbesuchern verstanden wird und so sehr freut, dass sie uns in eine anhaltend glückliche Stimmung versetzt.

Riding The River Back Home        Jazzklavier und Pipa

Mit diesem Konzert wurde noch einmal eine Türe zu einem ganz andern Musikgenre aufgestossen. Das seit 2000 Jahren in der chinesischen Traditionskultur beheimatete Instrument Pipa wagt sich in die konzertante Improvisation des Jazz. Beide Musiker haben bei der Komposition ihrer drei Stücke die Möglichkeiten des Duettpartners ausgelotet und diese in ihre Kompositionen eingeflochten, so dass etwas Einzigartiges entstehen konnte. In jedem Werk spürten wir, dass der Komponist oder die Komponistin die Kunst des Partners und sein Instrument ganz verstanden hatte. Auf diese Weise ist eine Harmonie gewachsen, die trotz der ungewohnten Kombination der Instrumente für uns Konzertbesucher so wirkte, als wäre sie eine absolute Selbstverständlichkeit. Wir Zuhörerinnen und Zuhörer erlebten einen Abend, an dem sich höchstes künstlerisches Können und Empathie zu einem Jazzkonzert vereinigten.

Musik so zu erleben ist grossartig, wohltuend und unvergesslich.

«Zuhören können» öffnet die Türen zu jedem Menschen, ob er uns vertraut ist oder fremd.

Diese Aussage hat für Jing Yang eine zentrale Bedeutung. Mit der Konzertwoche «Tage für Musik der Welt» hat sie sich für ihr grosses Anliegen: «mittels Musik Kulturen zu verbinden» mit riesigem Elan eingesetzt  und damit allen Konzertbesuchern ein beeindruckendes und zugleich neuartiges Erlebnis vermittelt. Vielen Dank Jing Yang!

Johannes Graf; 1. Mai 2017

 

Last Updated on Monday, 15 May 2017 16:44
 

 

 

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Festival
„Tage für Musik der Welt“

in Zürich, April 2017

 

Theater STOK, Hirschengraben 42, 8001 Zürich
 
Konzerte: Dienstag 25. bis Sonntag 30. April
 
Beginn: 20.00 Uhr / Sonntag 14.00 Uhr und 17.00 Uhr
 
Reservation: THEATER STOK Tel. 044 271 20 64
oder This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it
Abendkasse und Bar: eine Stunde vor Beginn

 

 

Die Komponistin Jing Yang wurde bekannt als eine weltweit konzertierende Virtuosin an der Pipa. Sie gilt als die Botschafterin einer modernen asiatischen Musik schlechthin; sie wirkt als Dozentin, leitet Musik-Ensembles und kuratiert Festivals. Seit 2003 lebt und arbeitet sie in der Schweiz. Sie komponiert für europäische und asiatische Ensembles, Orchester und Gesang aber auch für gemischt besetzte Formationen. Die positiven Erfahrungen aus dieser Zusammenarbeit inspirieren sie, diese immer wieder zu erweitern und zu vertiefen. Sie sucht ständig nach dem besseren Verständnis der Welt durch und in der Musik.

Diese Festwoche wird mit Musik aus unterschiedlichsten Stilrichtungen und verschiedenen MusikerInnen im Zusammenspiel Neues schaffen. Durch gemeinsames Musizieren wird die Chance des «Noch-Nie-Dagewesenen» gegeben. Mit insgesamt sieben Konzerten wird die musikalische Tradition des Klassischen aus Asien und Europa in Verbindung gebracht mit der Volksmusik aus Ost und West, sowie mit neuen Kompositionen, Arrangements und einem Multimedia Live-Konzert. Innerhalb einer Woche machen die Konzertbesucher eine ungeahnte Vielfalt an musikalischen Erfahrungen, gleichzeitig bietet sich für die Zuschauer die Gelegenheit, das Erlebte untereinander auszutauschen. Das THEATER STOK hat keine erhöhte Bühne, die MusikerInnen präsentieren sich unmittelbar vor dem Publikum.

 
Jing Yang gibt vor jedem Konzert eine Kurz-Einführung in die unbekannten Instrumente und das Programm.

 

 

Dienstag 25. April

«Tales of Pipa»

Ein Live-Konzert mit Multimedia von und mit Jing Yang

2016BeijingConcert1a2016BeijingConcert1aSchwebende Bilder und Klänge verwandeln die konzertante Klangwelt der Pipa in ein multimedial-musikalisches und historisches Erlebnis. Jedes Stück, eingebettet in eine Projektion, führt das Publikum von antiken Szenen bis zu zeitgenössischen Kompositionen – eine wahrhaft magische Reise.

 

 

 

Mittwoch 26. April

«Young String Quartet»

Kammermusikabend mit dem Young String Quartet aus Zürich

streich trio kurz cc 00006Violine: Ronny Spiegel
Viola: Janka Szomor-Mekis
Cello: Florian Arnicans
Pipa: Jing Yang

Nach der erfolgreichen Weltpremière der «Streichtrios 0-1-2-3» komponiert von JingYang am Musikfestival Boswil im Sommer 2014, führten die Musiker des Streichtrios ihr musikalisches Abenteuer weiter. In diesem Konzert werden sie zusammen mit der Komponistin und Pipa-Solistin Jing Yang als Quartett auftreten. Im gemeinsamen Musizieren soll das «Noch-Nie-Dagewesene» erlebt werden können. Das «Young String Quartett» führt Musik in verschiedenen Stilen auf. Neue Musik verbunden mit traditioneller Musik aus dem fernen Osten, Westen und dem Balkan. Die Werke wurden eigens für die Musikfestwoche «Tage für Musik der Welt» von Jing Yang arrangiert und komponiert.

 

Donnerstag 27. April

«Pipa meets Cembalo»

Dialoge zwischen Christina Kunz und Jing Yang, zwischen Cembalo und Pipa und zwischen Virginal und Daruan.

cembaloTraditionelle, bekannte jedoch auch weniger populäre Werke europäischer Komponisten schaffen im Zusammenspiel von Pipa und Cembalo, Virginal und Daruan eine neue, zauberhafte, fast mystische Klangwelt. Selbst mit diesen wenig zu hörenden, eher unbekannten Instrumenten, können die Zuhörer die Musik durchaus als vertraut, reizend und frisch empfinden. Es werden Werke zu hören sein von alten anonymen englischen Komponisten und John Bull, Salomone Rossi, Mozart und Bach bis zu chinesischen Komponisten Peter Escher und Jing Yangs eigenen Arbeiten.

 

 

Freitag 28. April

«Riding the River Home»

Different Songs in same Swing – Hans Feigenwinter am Flügel und Jing Yang, Pipa

riverSeit dem Urknall, dem Anfang unserer Erde, fliesst der Fluss pausenlos. ‚Niemand steigt zweimal in den gleichen Fluss' – Der Fluss nährt uns und erzählt uns von der Vergangenheit, der unbekannten Zeit und führt uns über die Schwelle der Gegenwart in die Zukunft. Er begleitet die Entwicklung der Menschheit aus der Natur, aus der absoluten Abhängigkeit in die sukzessive Emanzipation von ihr zur heutigen detaillierten Arbeitsteilung und dem entsprechenden Lebensstil. Der Fluss verbindet auch unsere ursprünglichen Heimaten. In dieser sich ständig ändernden Weise sagt der Fluss unaufhörlich die Wahrheit. Niemand kann den Lauf der Zeit, die Veränderung im Raum stoppen.

Jing Yang und Hans Feigenwinter lassen ihre eigene Tradition einfliessen in den noch grösseren Strom einer gemeinsamen Musik.

 

 

Samstag 29. April

«Identity»

Kammermusikabend mit dem Young String Quartet aus Zürich

Programm:

 

1. A Shanxiner im Moutathal

2. Silk Bamboo Strings

3.  Black Horse

 

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4. String Trio 0-1-2-3

 

 

5. Nine Jade Chians

 

 

6. Through Balkan with Pipa

7. Totentanz

8. Identity

 

 

 

 Sonntag 30. April 14.00 Uhr

«Riding the River Home»

Der Fluss verbindet die Ursprünglichen Heimaten. Different Songs in same Swing

hans-fHans Feigenwinter am Flügel und Jing Yang, Pipa

 

 Different Songs in same Swing

 

 

 

Sonntag 30. April 17.00 Uhr

«Tales of Pipa»

Ein Live-Konzert mit Multimedia von und mit Jing Yang

 

The sound-world created by the pipa is transformed into a musical and historical experience. Each piece is accompanied by floating images and musical sound tracks to lead the listener through the development of pipa music, from the ancient tales to contemporary compositions.

The concert in Five parts (will be played continuously):
I.
Moonlight shimmer on Guan-Mountain
II.
On the Silk Road
III. Pearls falling onto the Jade Plate
IV. The global Era
V. Paradise - between heaven and earth, to live with nature
Coda: Der Mond ist aufgegangen

 

 

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Ausserdem gibt Jing Yang vor jedem Konzert eine Kurz-Einführung in die unbekannten Instrumente und das Programm.

 

 

Last Updated on Wednesday, 19 April 2017 12:23
 

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